KÜNSTLERISCHES KONTRASTPROGRAMM

01.03.2016
Kontrovers, aber dialogfähig: So präsentiert sich das Zweifamilienhaus des populären ungarischen Künstlers und Malers Városi Gábor in prominenter Budapester Lage. Von der Straßenseite her eine Trutzburg mit geschlossener Prefalz Fassade, überrascht die Villa andererseits mit maximaler Natur-Verbundenheit und fließenden Übergängen in die Parklandschaft des Budapester Cottage.

Grenzen setzen und Grenzen verschwinden lassen. Das Kontrastprogramm beider Aspekte vereint ein spektakuläres Projekt des ungarischen Star-Architekten Szabolcs Nagy-Miticzky und Sárkány Bence. Ursprünglich als großes Wohnbauprojekt am Plattensee-Ufer geplant, adaptierte der Architekt seine Pläne auf Wunsch des Bauherrn als Zweifamilieneinheit für eine städtische Waldrandlage. Und setzte damit im Budapester Nobelbezirk Mártonhegyi einen architektonisch gewagten Kontrapunkt zum konservativen Villenumfeld. Die Intimität des nach Süden offenen Gebäudekonzeptes wahrt nordseitig die 400-m²-Fassade von PREFA. 

IM SÜDEN: OFFENER DIALOG MIT DER NATUR

Grenzenlos nahe sollten sich die Bewohner der Parklandschaft fühlen, meint Nagy-Miticzky über seine Idee, den Glasfronten der Südseite nur durch eine völlig offene Stahlkonstruktion Halt zu geben, aber ihnen keine Grenzen zu setzen. „Wir wollten den üblicherweise strengen Schnitt zwischen draußen und drinnen weitgehend aufheben und die vier Terrassen zu einem Bestandteil des natürlichen Lebensraumes Wald werden lassen“, sagen die Architekten über verschwimmende Grenzen und den Dialog zwischen Wohnraum und Naturlandschaft.

Akzentuiert nur durch eine luftige Stahlkonstruktion und kontrastierende Sonnensegel, die die zwei Wohnetagen zusätzlich voneinander absetzen, präsentiert sich die Südseite des Hauses zum Waldrand hin unbehindert open-minded und fast ungestört naturverbunden.

IM NORDEN: STADT-GRENZEN SETZEN

„Die Lage des Grundstücks – Waldrand und trotzdem an die städtische Infrastruktur angebunden – war architektonisch eine außerordentliche Challenge“, freut sich Nagy-Miticzky über die perfekt bewältigte Herausforderung.

Die Intimität des luxuriösen Objektes wahrt nordseitig – im Gegensatz zur kommunikativen Südseite – eine trutzig, aber spannend wirkende Aluminiumfassade von PREFA. Die 400-m²-Fläche der Wetterseite setzt dem Eindringen der Stadt, den Straßen und Nachbarhäusern des Vorortes mit einer komplexen Fassadenkonstruktion eine dezidiert architektonische Grenze. 

IN DER UMSETZUNG: HANDWERKLICHER GRENZGANG

Die komplexe, dreidimensionale Krümmung der Fassadenkonstruktion, die nahtlos ins Dach übergeht, war nicht nur architektonisch anspruchsvoll. „Es brauchte wirklich jemanden, der so etwas umsetzen kann. Das erschien schwierig, bis wir auf PREFA und das Produkt Perfalz kamen, was purer Zufall, aber ein absoluter Glücksfall war.“ Prefalz ist durch die Geschmeidigkeit leichter zu verformen, als die meisten vergleichbaren Falzmaterialien. Es bietet also eine Vielzahl an kreativen Einsatzmöglichkeiten bei Dach und Fassade und ermöglicht die Umsetzung auch sehr extravaganter Ideen.

Nicht nur planerisch, sondern auch handwerklich war die extrem hohe, dreidimensional gekrümmte Fassade etwas Besonderes. „Die Verlegefirma Ács-Bádogos-Szigetelő Kft ist ein bewährter PREFA Partner und lieferte zum Idealprodukt perfektes handwerkliches Know-how für diese Herausforderung.“ 

IM ERGEBNIS: PREFALZ PERFEKTION

Easy-going waren die Architektenpläne trotzdem nicht umzusetzen, auch wenn Prefalz durch die Geschmeidigkeit des Materials mit extrem leichter Formbarkeit und die Möglichkeit, wasserdichte Verbindungen ohne schrauben, kleben oder schweißen zu erreichen, punktet. „Weil sich das Objekt in einer schmalen Straße in den Budaer Bergen befindet, war schon die Anlieferung der jeweils 500 mm breiten Materialrollen mit Klein-Lkw eine Herausforderung. Neben dem Rundbiegen/Bombieren der Scharen“, ziehen die PREFA Profis von Ács-Bádogos-Szigetelő Kft Bilanz. Verlegt wurde Prefalz bei diesem Objekt auf Vollschalung mit nahtklebender Bitumentrennlage und in nur eineinhalb Monaten.

„Weil die Fassadenfläche sehr gut von der Straße bzw. vom Eingang aus zu sehen ist, war die Bedingung des Besitzers, dass die großen Flächen sich völlig plan präsentieren und die dunkel glänzende Oberfläche in P.10 anthrazit optisch nicht einmal im kleinsten Detail wellig wirkt“, sagt Nagy-Miticzky und schmunzelt über regional unterschiedliche Ansprüche an die Optik: „In Ungarn wollen die meisten Kunden eine brettlebene Fläche sehen. Da sind Westeuropäer, soweit ich es weiß, viel individueller geprägt.“

PRODUKTBOX PREFALZ

MATERIAL
Prefalz anthrazit P.10
MASSE
0,7 x 500 mm, 0,7 x 650 mm, 0,7 x 1.000 mm
GEWICHT
1,89 kg/m²,effektiver Verbrauch 2,3–2,5 kg/m²
VERLEGUNG
auf Vollschalung mit Trennlage mind. 24 mm
BEFESTIGUNG
Niro Hafter, lt. statischer Erfordernis

ARCHITEKTEN-EMPFEHLUNG:

„Prefalz ist durch die Geschmeidigkeit leichter zu verformen, als die meisten vergleichbaren Falzmaterialien. Es bietet dem Planer also eine Vielzahl an kreativen Einsatzmöglichkeiten bei Dach und Fassade und ermöglich die Umsetzung auch sehr extravaganter Ideen.“

Szabolcs Nagy-Miticzky, Sárkány Bence

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