Wohnen im Hamburger Binnenhafen

Im Harburger Binnenhafen, im Süden von Hamburg, steht und strahlt es – das „Weiße Haus“. Präsident wohnt hier zwar keiner, dafür verfügt das Gebäude aber über 35 Wohnungen, viel Licht sowie Ecken und Kanten. Auf engstem Raum realisierte man eine skulpturähnliche Form direkt neben einem der ältesten Gebäude der Stadt. Im Spiel der Gegensätze entspringt ein Meilenstein, der auf schräge Art und Weise viel Wohnraum schafft.

Es ist schief, je nach Lichteinstrahlung mal grau, mal weiß und wirkt in seiner Umgebung wie eine Skulptur. Das „Weiße Haus“ ist vollendete Innovation in Sachen Wohnraumverdichtung, und zwar genau dort, wo sie gebraucht wurde. „Als wir losgelegt haben, war da noch eine alte Werkstatt und ein bisschen Garage. Eine typische Hinterhofsituation“, beschreibt Christoph Frenzel vom Architekturbüro Frenzel und Frenzel die Ausgangslage. Der enge Baugrund liegt direkt am örtlichen Kaufhauskanal, auf der anderen Seite befinden sich Wohngebäude mit einer schwarzen Metallfassade. Zum Grundstück dazu gehört ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus aus Backstein und mit Ziegeldach. „Von diesem wollten wir uns so weit wie möglich distanzieren“, sagt Frenzel. „Insofern haben wir den gestalterischen Abstand groß gehalten“.

Seitenansicht des weißen Hauses eingedeckt in PREFA Raute 44 x 44 in P.10 Zinkgrau