Was kann eine moderne Fassade heute leisten? In der aktuellen Folge des Podcasts „Der Höfliche & der Baustein“ sprechen Fabio Gentile und Julian Stein mit Berthold Ruck (Technischer Leiter) und Hilke Ackermann (stellv. Abteilungsleitung) von PREFA über hochwertige Fassadenlösungen aus Aluminium. Schnell wird deutlich: Die Fassade ist längst nicht mehr nur Schutz vor Witterung, sondern ein zentrales Element moderner Architektur – technisch wie gestalterisch.
Aluminium als Werkstoff mit Mehrwert: PREFA im Podcast
Aluminium vereint technische Leistungsfähigkeit mit gestalterischer Freiheit. Das Material ist leicht, korrosionsbeständig und langlebig – Eigenschaften, die gerade im Fassadenbereich entscheidend sind. Gleichzeitig eröffnet es vielfältige architektonische Möglichkeiten: von klaren, reduzierten Linien bis hin zu individuellen Fassadenbildern mit unterschiedlichen Formaten, Farben und Oberflächen. So lassen sich funktionale Anforderungen und gestalterische Ansprüche optimal miteinander verbinden.
Wie verhält sich eine PREFA Fassade bei Hitze, Kälte oder extremen Wetterereignissen wie Hagel? Und welche Faktoren beeinflussen die Wahl des passenden Fassadensystems? Welche Vorteile bietet die vorgehängte hinterlüftete Fassade von PREFA? Neben diesen Fragen werden auch die Kombination mit anderen Baustoffen sowie unterstützende PREFA Services für Planung und Ausführung thematisiert.
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Die vorgehängte hinterlüftete Fassade
Dieses System basiert auf einer klaren Trennung von Dämmung und äußerer Bekleidung, zwischen denen ein Luftspalt für kontinuierliche Hinterlüftung sorgt. Dadurch kann Feuchtigkeit zuverlässig entweichen, während gleichzeitig Temperaturschwankungen ausgeglichen werden. Das Ergebnis ist eine langlebige, funktionale und energieeffiziente Gebäudehülle – sowohl für Neubauten als auch für Sanierungsprojekte.
Komponenten einer vorgehängten hinterlüfteten PREFA Fassade. Der Luftstrom im Hinterlüftungsraum regelt den Feuchtigkeitshaushalt und sorgt für gutes Raumklima.
Aufbau einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade
Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade besteht aus vier Komponenten: dem Tragwerk, der Wärmedämmung, der Unterkonstruktion und der vorgehängten Fassadenbekleidung. Die Komponenten werden nachfolgend im Detail erklärt.
Das Tragwerk (Mauerwerk, Holzriegelbau etc.) nimmt den größten Teil des Gewichtes auf und trägt dabei auch zur Dämmung bei. Wenn es sich um ein gemauertes Tragwerk handelt, kann es je nach Dicke und Material der Ziegelsteine sogar möglich sein, dass keine weitere Dämmung erforderlich ist.
Die Wärmedämmung wird am Tragwerk hinter der sichtbaren Fassadenverkleidung angebracht. Sie besteht meist aus mineralischen Werkstoffen wie etwa Glaswolle oder Steinwolle. Aber auch wenn Sie ökologisch bauen möchten und auf Nachhaltigkeit Wert legen, sind eine Vielzahl an alternativen Dämmstoffen wie beispielsweise Hanf oder Kork erhältlich. Die Dicke des Dämmstoffes ist variabel und hängt vor allem vom gewünschten Dämmwert ab. Beachtet werden sollte, dass jeder Baustoff eigene Dämmwerte hat. Je nach Dicke und in Kombination mit dem jeweiligen Fassadenmaterial erhält man schlussendlich den gewünschten Zielwert. Hauptaufgabe der Wärmedämmung ist es, den Wärmefluss zwischen Wohnraum und Außenbereich zu minimieren und die Entstehung von Wärmebrücken zu verhindern. Das bedeutet, dass Heizenergie nicht verloren gehen kann und die Mauer im Winter nicht auskühlt. Ist die Dämmung nicht ausreichend vorhanden, so können trotzdem Wärmebrücken entstehen. Durch die spezielle Konstruktion einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade ist die Wärmedämmung von äußeren Witterungseinflüssen geschützt. Des Weiteren bietet sie wirksamen Schutz vor Schall und Lärm von draußen.
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ist die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit Wärmedämmung. Er gibt jene Wärmeleistung an, die pro Quadratmeter eines Bauelements strömt, wenn der Temperaturunterschied zwischen dem Inneren und dem Äußeren eines Gebäudes konstant ein Grad Celsius bzw. ein Kelvin beträgt. Je besser die Wärmeisolation eines Bauteils ist, desto geringer fällt das Ergebnis des U-Wertes aus.
Die Unterkonstruktion (UK) ist das Bindeglied zwischen Tragwerk und Fassadenbekleidung. In dieser Installationsebene findet die Hinterlüftung statt. Die Fassadenprofile werden mit ausreichender Distanz zur Dämmung an der Unterkonstruktion angebracht, wodurch eine konstruktive Trennung der beiden Komponenten vorliegt und ein Luftspalt entsteht. Der Spalt zwischen den beiden Komponenten regelt den Feuchtehaushalt im Baukörper. Die Unterkonstruktion kann aus Holz oder auch aus Aluminium bzw. aus einer Kombination beider Werkstoffe errichtet werden. Wird eine Unterkonstruktion aus Alu gewählt, so besteht die Möglichkeit, eventuelle Unebenheiten der Außenwand dauerhaft auszugleichen.
Die vorgehängte Fassadenbekleidung dient als Schutz vor Regen und Witterungseinflüssen und ist der äußerste Bestandteil der Fassade, der vielfältig und kreativ gestaltet werden kann.