Tipps & Tricks - Fassadenbekleidungen mit PREFA-Aluminiumverbundplatte: Teil 3 Fensterbank – Herstellung und Montage

Mit unserer Serie "Tipps und Tricks" zeigen wir Ihnen, wie Sie Aluminiumverbundplatten korrekt an der Fassade befestigen. Nützliche Kniffe erleichtern die Montage und sorgen für ein einwandfreies Ergebnis.  

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) hat sich seit Jahrhunderten als bauphysikalisch absolut sicherer Wandaufbau bewährt, sofern man den Konstruktionsgrundsatz – Dampfdiffusionswiderstand von innen nach außen abnehmend – berücksichtigt. Probleme mit Kondensatfeuchte (Tauwasserausfall) entstehen damit erst gar nicht. Die Fassadenbekleidung bietet mit unterschiedlichen Materialien, Farben und Oberflächen eine Vielzahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem schützt sie das Gebäude vor äußeren Einflüssen, wie Niederschlag, Hitze und Schall. Wir zeigen die einzelnen Arbeitsschritte, von der Planung bis zur Befestigung mit der PREFA-Aluminium-Verbundplatte, einem Composite-Werkstoff.

Von Thomas Weiß

Die schwächste Stelle an jeder Fassade ist das sogenannte Gewerkeloch in den Ecken der Fensterbänke am Anschluss zum Fensterrahmen. Darum fordert der Leitfaden der RAL-Gütegemeinschaft, dass Oberflächenwasser vom Fenster und der Fassade von der Fensterbank kontrolliert abgeführt werden muss. Falls Fensterbank und Laibung nicht schlagregendicht ausgeführt werden können, muss unter der Fensterbank eine zweite Dichtebene eingebaut werden.

Mit einem gekanteten Fensterblech ist es kein Problem dieses Gewerkeloch schlagregendicht, ja sogar wasserdicht auszuführen. Mit dem handwerklichen Geschick eines Zimmerers oder Dachdeckers, einer Quetschfaltenzange und ein bisschen Übung hat man eine günstige und technisch perfekte Lösung. 

Abwicklung für das Kantteil: 30 mm für Anschraubsteg + Ausladung bis Vorderkante UK + 4 mm Plattendicke + 25 mm Abstand zur Bekleidung + 30 mm Sichtblende + 10 mm Rückkantung

Die Länge der Fensterbank errechnet sich aus dem lichten Rohbaumaß, abzüglich beidseitig mindestens 30 mm, damit der Fensterrahmen zur Vermeidung linearer Wärmebrücken überdämmt werden kann. Für die seitlichen Aufkantungen benötigt man links und rechts je 25 mm.

Nach dem winkelrechten Anreißen der Falzlinien ist beim seitlichen Aufkanten mit der Quetschfalzzange der erste Schritt der Entscheidende. Der Rest ergibt sich von selbst. Mit dem Kunststoffhammer kann man an den geschlossenen Fälzen noch etwas „Kosmetik“ betreiben.

Durch die geschlossene Quetschfalte gilt das Fensterblech als schlagregendicht. Zur Montage wird es wegen der Längenausdehnung am Anschraubsteg mit Langlöchern versehen und mit Fensterbankschrauben und Kunststoffunterlegscheiben befestigt.

Zusägen:

Kreissäge + Sägeblatt mit Zahnung (Trapez-/Flachzahn) 

V-Nut fräsen:

Oberfräse mit Spezialfräser und Führungsschiene

Plattenfräse mit Frässcheibe und Führungsschiene

Platte vorbohren für UK Holz und Aluminium:

Stufen- oder Bulletbohrer mit Zentrierspitze Ø 9,5 mm

Bei UK Holz:

Bügelbohrvorrichtung 9,5/3,3 mm

Bohrer 3,3 mm

Befestigungsmittel:

Fassadenschraube mit Dichtring und Spezialbit (alles im Paket enthalten)

Festpunkthülse 8,5 x 5,1 (immer 2St./Platte)- EPDM-Fugenband auf UK Holz

Bei UK Aluminium:

Einhandfederbohrvorrichtung oder Bügelbohrvorrichtung 9,5/5,1 mm

Akku-Nietzange mit Plattenmundstück für Verbundplatte

Befestigungsmittel:

Fassadenniet 

Festpunkthülse 9,5 x 5,1 (immer 2 St./Platte)

Fensterblech:

Quetschfalzzange, unterschiedliche Blechscheren

Die Arbeitsschritte im Überblick

PREFA-Fassadentage

Bei den PREFA-Fassadentagen in den Akademien Neu-Ulm und Wasungen wird auf die Themen Brandschutz, Unterkonstruktion, Verankerung, Wärmeschutz, Dämmung, Planungen + Kalkulation gesondert eingegangen. Termine und Anmeldung unter https://www.prefa.de/verarbeiter/academy/