Teil 3 - Fensterbank: Herstellung und -Montage : Tipps & Tricks - Fassadenbekleidungen mit PREFAbond

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) hat sich seit Jahrhunderten als bauphysikalisch absolut sicherer Wandaufbau bewährt, sofern man den Konstruktionsgrundsatz – Dampfdiffusionswiderstand von innen nach außen abnehmend – berücksichtigt. Probleme mit Kondensatfeuchte (Tauwasserausfall) entstehen damit erst gar nicht. Die Fassadenbekleidung bietet mit unterschiedlichen Materialien, Farben und Oberflächen eine Vielzahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem schützt sie das Gebäude vor äußeren Einflüssen, wie Niederschlag, Hitze und Schall. Wir zeigen die einzelnen Arbeitsschritte, von der Planung bis zur Befestigung mit PREFAbond.

Die schwächste Stelle an jeder Fassade ist das sogenannte Gewerkeloch in den Ecken der Fensterbänke am Anschluss zum Fensterrahmen. Darum ist gefordert dass Oberflächenwasser vom Fenster und der Fassade von der Fensterbank kontrolliert abgeführt werden muss. Falls Fensterbank und Laibung nicht schlagregendicht ausgeführt werden können, muss unter der Fensterbank eine zweite Dichtebene eingebaut werden.

Mit einem gekanteten Fensterblech ist es kein Problem dieses Gewerkeloch schlagregendicht, ja sogar wasserdicht auszuführen. Mit dem handwerklichen Geschick eines Zimmerers oder Dachdeckers, einer Quetschfaltenzange und ein bisschen Übung hat man eine günstige und technisch perfekte Lösung.

Die Länge der Fensterbank errechnet sich aus dem lichten Rohbaumaß, abzüglich beidseitig mindestens 30 mm, damit der Fensterrahmen zur Vermeidung linearer Wärmebrücken überdämmt werden kann. Für die seitlichen Aufkantungen benötigt man links und rechts je 25 mm.

Nach dem winkelrechten Anreißen der Falzlinien ist beim seitlichen Aufkanten mit der Quetschfalzzange der erste Schritt der Entscheidende. Der Rest ergibt sich von selbst. Mit dem Kunststoffhammer kann man an den geschlossenen Fälzen noch etwas „Kosmetik“ betreiben. Durch die geschlossene Quetschfalte gilt das Fensterblech als schlagregendicht. Zur Montage wird es wegen der Längenausdehnung am Anschraubsteg mit Langlöchern versehen und mit Fensterbankschrauben und Kunststoffunterlegscheiben befestigt.

Über den Autor

Thomas Weiß ist Zimmermeister und für die Schulungen in der PREFA Academy in Neu-Ulm verantwortlich. Zudem vertritt er die Firma PREFA beim Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassade (FVHF) als Mitglied.