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TIPPS & TRICKS - FASSADENBEKLEIDUNGEN MIT PREFA-ALUMINIUMVERBUNDPLATTE: TEIL 4 – PLATTEN ANREISSEN, SÄGEN / BOHREN


Mit unserer Serie "Tipps und Tricks" zeigen wir Ihnen, wie Sie Aluminiumverbundplatten korrekt an der Fassade befestigen. Nützliche Kniffe erleichtern die Montage und sorgen für ein einwandfreies Ergebnis.

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) hat sich seit Jahrhunderten als bauphysikalisch absolut sicherer Wandaufbau bewährt, sofern man den Konstruktionsgrundsatz – Dampfdiffusionswiderstand von innen nach außen abnehmend – berücksichtigt. Probleme mit Kondensatfeuchte (Tauwasserausfall) entstehen damit erst gar nicht. Die Fassadenbekleidung bietet mit unterschiedlichen Materialien, Farben und Oberflächen eine Vielzahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem schützt sie das Gebäude vor äußeren Einflüssen, wie Niederschlag, Hitze und Schall. Wir zeigen die einzelnen Arbeitsschritte, von der Planung bis zur Befestigung mit der PREFA-Aluminium-Verbundplatte, einem Composite-Werkstoff.

Von Thomas Weiß

Die Aluminium-Verbundplatte – also die Rohplatte – hat die Maße 1500 mm x 4010 mm (Breite x Länge). Sonderanfertigungen sind auf Wunsch bei größeren Mengen möglich. Die Sichtseite ist mit einer Schutzfolie überzogen, auf der mit Pfeilen die Verlegerichtung (Lackierrichtung) aufgedruckt ist. Um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erhalten, muss dies bei Metallicbeschichtungen bereits bei der Platteneinteilung berücksichtigt werden. Ein Wechsel der Verlegerichtung erzeugt Farbunterschiede bzw. Lichteffekte durch unterschiedliche Reflektion.

Grundlage der Montage von PREFA-Verbundplatten ist der Fassadenplan. Bei exaktem Gesamtaufmaß besteht die Möglichkeit, die Formate fix und fertig werkseitig bei PREFA zu beziehen. Alternativ werden die Maße direkt auf der Baustelle an der UK abgenommen, auf die Platte übertragen und bearbeitet.

Vom Meterriss wird eine vorgegebene horizontale Linie aus dem Baukörper aufgenommen (zum Beispiel Fenstersims: Oberkante Verbundplatte = Unterkante Fenstersims - Fugenbreite), daraus ergibt sich das erste Höhenmaß. Das Längenmaß kann variieren, es ergibt sich als lichtes Maß zwischen zwei T-Profilen, abzüglich Fugenbreite. Längenmaß bei Ausarbeitung der Innenecke / Außenecke, siehe Infokasten.

Zur Erleichterung der Montage, hat sich eine Hilfskonstruktion bewährt. Auf Unterkante der zweiten Plattenreihe befestigt der Handwerker eine gerade Hilfslatte, um die Verbundplatte nach der Bearbeitung dort aufzulegen und auszurichten. Als Bezugslinie dient ein Meterriss rund um das Gebäude (Schlauchwasserwaage oder Laser). 

Falls die Platten vom Handwerker selbst zugeschnitten werden, muss er darauf achten, dass die Schnittkanten der Rohformate umseitig um mindestens 5 mm besäumt werden, nur so werden formschöne Schnittkanten erzielt.

 

Mit Anschlag und Tauchsäge (geeignete Sägezahngeometrie ist ein Trapezzahn/Flachzahn werden nun die erforderlichen Plattenschnitte getätigt. Eine „Opferplatte“ sorgt auch auf der Plattenunterseite für ein gutes Schnittergebnis. Tipp: Immer darauf achten, dass sich darauf keine Späne sammeln, um ein Verkratzen der Sichtseite zu vermeiden.

Danach werden die Platten entsprechende der Abstände der Unterkonstruktion gebohrt. Eine Schablone mit 45 mm Abstand von der Außenkante sorgt für den richtigen und gleichmäßigen Abstand. Idealerweise verwendet man einen Stufenbohrer (9,5 mm) mit Zentrierspitze. Der große Bohrlochdurchmesser sorgt für eine zwängungsfreie Ausdehnung der Fassadenplatten bei Temperaturwechsel.

MASSERMITTLUNG INNENECKE/AUSSENECKE

Die Maße für die Innenecke bzw. die Außenecke werden auf der Vorderkante UK abgenommen und auf die Rückseite der Verbundplatte übertragen. Für die Innenecke muss die Plattendicke (4 mm) beidseitig – also an jedem Schenkel – abgezogen werden, bei der Außenecke wird die Plattendicke entsprechend beidseitig dazugerechnet. 

PRAXISTIPP – ZUSCHNITT IM NESTING-VERFAHREN

Es gibt die Möglichkeit, die vermaßten Platten oder ein Aufmaß an PREFA zu schicken. Im Werk können die Platten nach einer Verschnittoptimierung (Nestig-Verfahren) auf Wunsch gesägt, gefräst und gebohrt auf die Baustelle geliefert werden. 

FARBSCHWANKUNGEN DER PLATTEN / AUSDEHNUNG

Alle Metallicbeschichtungen unterliegen Farbschwankungen zwischen verschiedenen Herstellungschargen. PREFA empfiehlt, an derselben Fassadenseite Platten aus derselben Charge zu verwenden, um Abweichungen im Aussehen zu vermeiden. 

Die Aluminium-Verbundplatten verändern ihre Länge bei Temperaturschwankungen. Die  Längenänderung beträgt 2,36 mm/m bei einer Temperaturdifferenz von 100 K. Für eine Platte mit einer Länge von 2 m bedeutet das, dass sich bei einer Temperaturerhöhung von 60 K die Platte um 2,83 mm ausdehnt, bei 100 K sind es schon 4,72 mm. Dunkle Platten sind von der Ausdehnung stärker betroffen als helle, da sie die Wärme stärker absorbieren.

Mit Fix- und Gleitpunkten kann die Wärmeausdehnung ausgeglichen werden.  Näheres dazu im Teil 6 der Praxistipp-Reihe („Montage“). 

Vor dem Plattenzuschnitt wird das Höhenmaß ermittelt, hier Unterhalb des Fensters: Oberkante Verbundplatte ergibt sich aus Unterkante Fensterblech abzüglich der Fugenbreite

Die Fugenbreite (hier 8 mm – im Bild der Abstandshalter mit Saugnapf) muss in die Berechnung miteinbezogen werden

Die Aluminium-Verbundplatten haben sowohl auf der Rückseite, als auch vorderseitig auf der Schutzfolie die Verlegerichtung (Lackierrichtung) aufgedruckt. Dies muss bei der Platteneinteilung und Verlegung beachtet werden 

Schulungsleiter der PREFA Academy Neu-Ulm Thomas Weiß sägt die angezeichneten Platten auf Maß. Das hierfür verwendete Sägeblatt ist abwechselnd mit Trapez-/Flachzähnen bestückt. Ein Werktisch mit einer „Opferplatte“ als Auflager ist zu empfehlen

Bohr- und Nietutensilien für die Montage der Verbundplatten Aluminiumunterkonstruktion: rechts der Stufenbohrer (9,5 mm), farbiger Fassadenniet mit Festpunkthülse, Sonderlehrenmundstück für Nietgerät, und Einhandfeder-Bohrvorrichtung mit 5,1 mm-Bohrer für zentriertes Bohren in der UK

Die Befestigungsabstände sind in der PREFA-Verlegerichtlinie aufgeführt. Bei den Randabständen empfiehlt PREFA: 25 mm horizontal am vertikalen Rand und 45 bis 50 mm vertikal am horizontalen Rand, um auch die Mindestrandabstände der Befestigungsmittel auf der UK einzuhalten. (Der min. Abstand von 25 mm ist zu knapp!)

Das Maß für die Bohrung wird angerissen und gebohrt. Ein Opferbrett schützt auch hier vor Gratbildung

Die fertige Bohrung, nachdem die Schutzfolie abgezogen ist

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Bei den PREFA-Fassadentagen in den Akademien Neu-Ulm und Wasungen wird auf die Themen Brandschutz, Unterkonstruktion, Verankerung, Wärmeschutz, Dämmung, Planungen + Kalkulation gesondert eingegangen. Termine und Anmeldung unter www.prefa.de

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