1317 ist der ostslowakische Ort Humenné, in dem das Schloss Humenné eine dominierende Rolle spielt, erstmals urkundlich dokumentiert. Aus einer mittelalterlichen Wasserburg entstand 1610 ein Renaissanceschloss, das Ende des 19. Jahrhunderts nach französischem Vorbild innen und außen barockisiert wurde, aber 1946 fast völlig abgebrannt ist. Jetzt schlägt PREFA im Zuge der Generalsanierung des ostslowakischen Wahrzeichens ein neues historisches Kapitel in der langen Geschichte auf.
Hinter dem Eisernen Vorhang
Eine lange Architektur- und Familienhistorie vom 14. bis ins 21. Jahrhundert repräsentiert das heute generalsanierte Schloss Humenné. Und jede Menge Zeitgeschichte.
4.500 m² Dachfläche decken den quadratischen Renaissance-Baukörper rund um einen zentralen, von Wandelgängen mit Arkadenbögen gesäumten Innenhof. Die anthrazitfarbene PREFA Dachraute 29 × 29, die für die Neueindeckung verwendet wurde, empfindet die ursprüngliche Schindeldeckung vor der Zerstörung Ende des Zweiten Weltkrieges nach. Die Farbe Anthrazit hatte für die junge slowakische Architektin des Sanierungsvorhabens, Miroslava Kasaničová, aber nicht nur optische, sondern auch historische Gründe. Sie sollte an alte Eisenelemente am Schloss erinnern: die Wasserrinnen, das Schlosstor und an eine ehemals vorhandene Zugbrücke, die den mittelalterlichen Turm der Wasserburg, dessen Fundamente man erst in den 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts freilegte, uneinnehmbar machte.
In den frühen 60er-Jahren, und noch hinter dem Eisernen Vorhang der Tschechoslowakei, baute man das Schloss neu auf. 50 Jahre später war es an der Zeit, das für die Stadt so zentrale Bauwerk zu sanieren und das in die Jahre gekommene Dach völlig neu zu decken.
Heute beherbergt das Schloss das Vihorlatské Museum, das Einblick in die Geschichte der Region Horný Zemplín gibt und wertvolle Objekte wie Möbel, Waffen und Kleidung ausstellt. Im, von französischer und englischer Gartenarchitektur der Renaissance dominierten, Schlossgarten wurde ein Freilichtmuseum der Volksarchitektur eingerichtet.
PREFA inspiriert
Alles unter einem Dach
Neue Perspektive für ein altes Bauwerk
Meisterwerk
Eine große handwerkliche Herausforderung war das Projekt auf jeden Fall. Viele Details mussten berücksichtigt werden, die Bekleidung der zahlreichen Winkel war nur in kleinteiliger Handarbeit umsetzbar. „Aber Aluminium ist dafür ideal“, zieht die Verarbeiterfirma Bilanz. „Es ist flexibel und biegsam, man kann damit sehr gut arbeiten. Außerdem ist es wind- und wasserfest und bleicht nicht aus.“ Nichtsdestotrotz war die Sanierung ein für die Verarbeiterfirma aufwendiges Unterfangen. Pro Quadratmeter Dachrauten brauchten die Spengler zwölf Hafte. Macht in Summe für die Befestigung der etwa 54.000 Stück verarbeiteten PREFA Aluminiumrauten auf der 4.500 m² umfassenden Dachfläche von Schloss Humenné: über 80.000 Stück Dachhaften und unzählige Handgriffe. Errichtet wurde die neue Dacheindeckung von einem achtköpfigen, hochspezialisierten Spenglerteam in neun Monaten Bauzeit.
Auch die Architektin und der Bauherr sind mit dem neuen Dach des alten Schlosses rundum zufrieden. „Die Sanierung des Schlosses Humennéist bis dato mein Meisterwerk. Wer weiß, ob ich noch einmal ein Gebäude mit so viel Geschichte und Hintergrund betreuen darf. Ich bin sehr stolz darauf“, sagt Architektin Miroslava Kasaničová.
Stolz wäre auch das Adelsgeschlecht der Drugeths, das dem alten Gemäuer weit über drei Jahrhunderte als Familiensitz und Eigentümer verbunden war.
Produktbox PREFA Dachraute 29 × 29
Material |
beschichtetes Aluminium, 0,7 mm stark, Zweischicht-Einbrennlackierung oder Pulverbeschichtung nach RAL oder NCS, Farbe: anthrazit |
Befestigung |
1 Stk. Dachrautenhaft pro Dachraute 29 × 29 = 12 Hafte pro m² |
Gewicht |
2,6 kg/m² |
Verlegung |
auf Vollschalung mind. 24 mm |
Größe |
29 × 29 cm in verlegter Fläche |